So oder ähnlich beginnen viele Fragen, die uns von Besuchern immer wieder gestellt werden. Wir antworten gerne - und würden auch denen gern Auskunft geben, die sich scheuen zu fragen. Es gibt über den Segelflug häufig recht seltsame Vorstellungen. Wir bedauern dann immer, dass viele von unserem schönen Sport so wenig wissen. Für alle, die über das Segelfliegen etwas mehr erfahren möchten, als sich mit wenigen Sätzen sagen lässt, haben wir diese Kategorie erstellt.

Dass es geht, sehen Sie. Zu verdanken ist es den Flügeln unserer Segler, den Tragflächen! Die Physik lehrt, dass eine gewölbte Fläche einen Auftrieb erfährt, wenn sie mit einem ausreichend starken Luftstrom angeblasen wird.

Auf die Stärke des Windes haben wir freilich keinen Einfluss. Aber wir können einen Luftstrom gegen unser Flugzeug erzeugen, wenn wir es von einem Auto oder einem Motorflugzeug oder von der Winde rasch voranschleppen lassen. So etwa, wie Kinder ihren Drachen steigen lassen, indem sie mit ihm gegen den Wind rennen.

Sie haben richtig gelesen: Im Segelflug geht´s immer bergab. Bergab gegenüber den Luftmassen, die das Flugzeug umgeben.
Aber Segelflugzeuge steigen doch im freien Flug auf tausend, zweitausend Meter und noch höher!? Der Weltrekord liegt bei 14000m in der Stratosphäre! Wie ist das möglich, wenn´s immer bergab geht ?

Bergab gegenüber den umgebenden Luftmassen haben wir gesagt. Es kann aber sehr wohl sein, dass diese Luftmassen ihrerseits steigen! So etwa in einem Aufwind. Da bewegt sich ein gewaltiges Luftpaket nach oben - sagen wir mit 6 Metern in der Sekunde. Ein Segelflugzeug kreist in dieser Luftmasse und gleitet in ihr mit 1 Meter pro Sekunde hinab.

Sie wissen es schon: Über die Ausklinkhöhe beim Start kann ein Segelflugzeug nur dann hinauskommen, wenn es in Luftmassen einfliegt, die schneller nach oben steigen, als das Flugzeug in ihnen hinabgleitet.

Luftmassen können aus verschiedenen Gründen emporsteigen. Für uns in Rheinhessen sind am wichtigsten die aufsteigenden Warmluftblasen, die Aufwinde. Sie entstehen z.B. auf trockenen Ackerflächen oder in Städten und Dörfern, wenn die Sonne stark vom Himmel brennt. Sobald diese Warmluftblasen groß und warm genug sind, lösen sie sich vom Boden ab und steigen in der umgebenden kühleren und schwereren Luft empor wie ein Stück Kork, das wir unter Wasser loslassen. In eine solche Blase müssen wir hinein mit unserem Segler!

Die Aufwinde tragen den Segler bis zur Basis der Wolken. Nicht selten nimmt ihre Kraft dort noch zu. Dann muss der Segelflieger die "Störklappen" ausfahren. Sie setzen den Auftrieb an den Flächen stark herab und vergrößern dadurch das Eigensinken des Flugzeugs.

Unterließe der Pilot das Ausfahren dieser Klappen, so würde der Aufwind den Segler ins Innere der Wolke hineindrängen. Dort aber rasen die Luftmassen oft noch wilder empor. Sackdunkel ist´s in der Wolke, und gewaltige Wirbel können das Flugzeug umherschleudern wie der Sturm ein Stück Papier.

Im folgenden möchten wir Ihnen die Unterschiede in der Bauart einiger Segelflugzeuge vorstellen.
Zwei Gruppen lassen sich da unterscheiden:

1. die einfachen (und älteren) Segelflugzeuge mit Tragflächen und Leitwerken in Holzbauweise, mit einem Rumpf aus Stahlrohr oder Sperrholz und einer lackierten Leinwandbespannung.

Zur Ausbildung kann jeder aufgenommen werden, dem der Arzt eine gute Gesundheit bescheinigt.
Die Aufnahmegebühren und Flugkosten sind recht niedrig. Informationen über Kosten und Voraussetzungen finden Sie ebenfalls auf unserer Internetseite unter Gebühren und Segelflugausbildung.