Verspüren Sie manchmal die gleiche Sehnsucht wie die kleine Möwe Jonathan, nur von den Kräften der Natur und dem eigenen Geschick getragen durch die Lüfte zu schweben? Dann steigen Sie doch einfach mit uns vom Boden auf, lernen Sie Segelfliegen.

Ist Segelfliegen das richtige Hobby für mich? Diese Frage können Sie sich am leichtesten beantworten indem Sie einfach bei einer Segelfluggruppe in Ihrer Nähe vorbeischauen und ein wenig hinein schnuppern. Interessenten sind bei uns jederzeit herzlich willkommen und können gerne am Flugbetrieb teilnehmen. Zusammen mit einem Fluglehrer heben zu ersten "Schnupperflügen" ab und erhalten einen Einblick in den Alltag der Segelflieger.

Die Entscheidung für die Mitgliedschaft in einem Verein sollten Sie in aller Ruhe treffen. Vergleichen Sie unterschiedliche Vereine in Ihrer Umgebung bezüglich des sogenannten Preis- Leistungsverhältnisses, der Altersstruktur und weiteren, für Sie persönlich wichtigen Punkten.

Im Folgenden möchten wir Ihnen mit einer kleinen Beschreibung des Ausbildungsweges zum Segelflugpiloten erste Informationen zu Anforderungen, Unterrichtsmethoden und Kosten liefern.

Recht früh, schon mit 14 Jahren kann man die Ausbildung zum Segelflieger beginnen. Doch auch noch bis ins hohe Alter hinein steht einem Ausbildungsbeginn nichts im Wege. Grundsätzliche Voraussetzung ist die sogenannte Flugtauglichkeit. Hier müssen Sie keinesfalls einen Astronauten- oder Jetpilotentest über sich ergehen lassen.

Der Fliegerarzt prüft lediglich, ob auf Grund Ihrer gesundheitlichen Verfassung Bedenken bestehen, Sie ein Segelflugzeug führen zu lassen. Eine Brille (unter 5 Dioptrien) zum Beispiel ist kein Hindernis für das Bestehen der Flugtauglichkeit.

Direkt nach der Anmeldung im Luftsportverein, ein Muss seitens der Versicherung, können Sie die Ausbildung beginnen.

Zunächst werden neue Segelflugschüler mit den alltäglichen Dingen des Fliegerdaseins vertraut gemacht. Das beginnt mit dem Verhalten an einem Flugplatz und führt über die Außenkontrolle des Flugzeuges bis hin zur Erklärung der einzelnen Ruder und deren Wirkungsweise und dem "Startcheck".

In der weiteren Ausbildung wird der Flugschüler hin und wieder durch einen Fluglehrer überprüft und erhält außerdem Flugaufträge für Übungsflüge in einsitzigen Segelflugzeugen.

Der zweite Ausbildungsabschnitt beinhaltet steilere Kreisflüge, Schnellflug und besondere Verfahren im Landeanflug. Diese werden zunächst mit Fluglehrer geübt und schließlich unter Beobachtung des am Boden stehenden Fluglehrers selbständig durchgeführt.

 

 

 

Im dritten Ausbildungsabschnitt übt der Flugschüler alleine längere Flüge im thermischen Aufwind und sammelt fleißig Flugstunden für den erhalt des Luftfahrerscheins. Hier sind 30 Gesamtflugstunden vorgeschrieben, von denen mindestens 15 Stunden im Alleinflug durchzuführen sind.

Bis dieser Ausbildungsstand erreicht ist, hat der Flugschüler bereits zwei Sommerhalbjahre Schulungsbetrieb hinter sich gebracht. Fehlt noch das Winterhalbjahr und somit der theoretische Teil der Segelflugausbildung.