Noch immer wurde fleißig an der eigenen Flugzeughalle gebaut. Sie war inzwischen soweit fertiggestellt, daß man in ihr die Flugzeuge unterstellen konnte. Durch die Mieteinnahmen konnte der Verein schon im ersten Jahr die entstandenen Kosten zurückzahlen. Der Erweiterungstrakt mit Kantine und Werkstatt befand sich weiterhin im Bau.

Schon lange strebte der Luftsportverein Osthofen nach einer eigenen Halle. Der Initiative Karl Fischers war es zu verdanken, daß 1974 endlich deren Bau beschlossen wurde. Da einige Vereinsmitglieder bereit waren, sich finanziell am Bau zu beteiligen, konnten die ersten Pläne entworfen und mit der Errichtung begonnen werden. Dank der vielen fleißigen Helfer, die fast jede freie Minute auf der Baustelle des Luftsportvereins verbrachten, konnte der Aufbau in weitgehender Eigenleistung erfolgen.

Nachfolgerin der Rhönlerche als Schulungsflugzeug wird die Ka7 mit dem Kennzeichen D-4666.

Durch die neue Heimat am Flugplatz Worms konnte nun endlich auch ein aktiveres Vereinsleben entstehen. 1972 kamen einige neue Flugschüler zum Luftsportverein Osthofen. Darunter auch die späteren Fluglehrer Axel Weißert und Wilhelm Wolf. Schon nach kürzester Zeit absolvierte Wilhelm Wolf am 02.12. die Prüfungsflüge zum Luftfahrerschein L1 auf der vereinseigenen Rhönlerche. Die nötigen Theoriestunden vermittelte Rudi Kötter im Schulungsraum des Luftsportvereins Worms.

Während der Hauptversammlung im Frühjahr 1971 schied der gesamte Vorstand des Luftsportvereins Osthofen aus seinen Ämtern. Georg Bonin wurde der neue erste Vorsitzende, Armin Wendling zweiter Vorsitzender, Günter End Geschäftsführer und Bruno Winter Kassenwart.

Ab dem 26.07.1970 fand der Luftsportverein seine - bis heute - endgültige Heimat auf dem Flugplatz Worms. Durch den Geschäftsführer der Flugplatz GmbH, Sigfried Saur, wurde dem Verein das Recht zum Flugbetrieb auf diesem Gelände zugesichert. In diesem Jahr kam auch Rudi Kötter vom Luftsportverein Worms zu den osthofener Segelfliegern. Hier wurde er der erste vereinseigene Fluglehrer, so daß der Flugbetrieb intensiviert werden konnte. Dank des nun regelmäßig möglichen Flugbetriebes und der beiden inzwischen zur Verfügung stehenden Segelflugzeuge konnte die Gesamtflugzeit, bei annähernd gleicher Startzahl, auf 114:42 Stunden erhöht werden.

Im folgenden Jahr (1969) wurde durchgehend in Mainz-Finthen geflogen. Hier erlebten die Flugschüler nun auch endlich die aufregendsten Momente eines jeden Fliegerlebens: Mit dem Doppelraab hoben sie zu ihren ersten Alleinflügen ab.

Vom 22. Oktober 1967 bis zum 07. Juli 1968 hatte der Luftsportverein Osthofen e. V. seinen ersten kurzen Auftritt auf dem Flugplatz Worms. Gemeinsam mit dem ansässigen Luftsportverein Worms gestaltete man den Flugbetrieb. Heinrich Westhäuser, der ebenfalls Mitglied der Modell- und Segelfluggruppe Osthofen gewesen war, konnte zeitweise als Fluglehrer ausgeliehen werden. Trotz dieser Möglichkeit bedurfte es weiterhin dringend eines eigenen Fluglehrers.